Vulnerability Management
Schwachstellenmanagement ist der kontinuierliche Prozess der Identifizierung, Analyse und Priorisierung von Softwarefehlern, bevor diese von Angreifern ausgenutzt werden können. Im Zusammenhang mit Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP) ist dieser Prozess komplex, da Systeme wie SAP Daten und Prozesse enthalten, die nicht immer für sofortige Patches offline genommen werden können. Ein effektives Management erfordert einen Wechsel von manuellen Prüfungen hin zu automatisierten, risikobasierten Bewertungen, die technische Schwachstellen mit den tatsächlichen geschäftlichen Auswirkungen in Zusammenhang bringen.
So gehen Sie mit SAP-Sicherheitslücken um
Das Management von SAP-Sicherheitslücken erfordert einen automatisierten, risikobasierten Ansatz, um Softwarefehler zu erkennen, zu priorisieren und zu beheben, bevor Angreifer sie ausnutzen können. Datenpannen verursachen durchschnittlich Kosten in Höhe von 4,4 Millionen US-Dollar, weshalb proaktive Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich sind, anstatt sich auf manuelle, regelmäßige Audits zu verlassen.
Voraussetzungen
- Administrative Zugriffsrechte auf die SAP-Landschaft und die entsprechenden Transportmanagementsysteme.
- platform für das Schwachstellenmanagement, die SAP-eigene Protokolle wie RFC und DIAG interpretieren platform .
- Festgelegte Kennzahlen zur Risikotoleranz, die auf die Compliance-Anforderungen des Unternehmens abgestimmt sind.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ermittlung der Angriffsfläche: Setzen Sie automatisierte Sensoren ein, um tiefgreifende Scans der gesamten Infrastruktur durchzuführen und so fehlende SAP-Sicherheitshinweise, Fehlkonfigurationen und riskante Benutzerberechtigungen zu identifizieren.
- Risikobasierte Priorisierung: Unternehmen legen ihre Prioritäten anhand des technischen Schweregrads (CVSS-Score) und des jeweiligen geschäftlichen Kontexts fest. So erfordert beispielsweise eine Schwachstelle, die eine nicht authentifizierte Remote-Code-Ausführung (RCE) auf einem internetbasierten Portal ermöglicht, in der Regel sofortigere Maßnahmen als eine Schwachstelle mittlerer Schwere in einer internen Sandbox-Umgebung.
- Behebung und Risikominderung: Wenden Sie die offiziellen SAP-Sicherheitshinweise an. In Fällen, in denen eine sofortige Installation von Patches aufgrund von Wartungsfenstern nicht möglich ist, kann virtuelles Patching als control eingesetzt werden, control das System vor bestimmten Exploit-Signaturen zu schützen.
- Validierung: Nach der Implementierung einer Korrekturmaßnahme wird ein Folgescan durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Sicherheitslücke geschlossen wurde und durch die Korrektur keine neuen Konfigurationsabweichungen entstanden sind.
Überprüfungsschritt
Führen Sie in Ihrer platform einen konsolidierten Risikobewertungsbericht durch, um sicherzustellen, dass die identifizierten kritischen Schwachstellen als behoben markiert sind und dass sich die Gesamtrisikobewertung des Systems auf einen akzeptablen Schwellenwert verringert hat.
Häufig gestellte Fragen zum SAP-Schwachstellenmanagement
Inwiefern unterscheidet sich das SAP-Schwachstellenmanagement von der allgemeinen IT-Sicherheit?
Allgemeine Sicherheitswerkzeuge konzentrieren sich häufig auf das Betriebssystem oder die Netzwerkebene, wodurch eine Lücke in der Transparenz auf Anwendungsebene entsteht. Das SAP-spezifische Schwachstellenmanagement berücksichtigt die Komplexität von ABAP-Code, SAP-spezifischen Datenbankstrukturen und proprietären Protokollen, die von Standard-Scannern oft übersehen werden.
Welche Bedeutung hat der SAP Patch Day?
Jeden zweiten Dienstag im Monat veröffentlicht SAP Sicherheitspatches für seine Softwareprodukte. Ein strukturiertes Programm zum Schwachstellenmanagement nutzt diese SAP-Patch-Veröffentlichungen als Auslöser, um assess Landschaft assess und kritische „Hot News“-Meldungen zu priorisieren, die sich mit hochriskanten Schwachstellen befassen.
Welche Lösungen werden für diesen Prozess üblicherweise verwendet?
Unternehmen nutzen häufig spezialisierte Plattformen wie Onapsis Assess, um diese Arbeitsabläufe zu automatisieren. Als von SAP empfohlene Lösung bietet sie eine native Integration und nutzt threat intelligence ermitteln, welche Schwachstellen derzeit aktiv ausgenutzt werden, sodass sich die Teams zunächst auf die Risiken mit den schwerwiegendsten Folgen konzentrieren können.
