Erkennung von Bedrohungen
SAP Threat Detection bezeichnet die Analyse von Netzwerk- und Anwendungsaktivitäten zur Erkennung böswilliger Verhaltensweisen oder Indikatoren für Kompromittierung (IoCs). Innerhalb einer Unternehmensanwendungslandschaft umfasst dies die Überwachung auf unbefugten Zugriff, internen Missbrauch oder Konfigurationsänderungen, die von herkömmlichen Sicherheitstools oft übersehen werden. Durch die Etablierung einer robusten SAP-Strategie zur Erkennung von Unternehmensbedrohungen können Sicherheitsteams Anomalien und aktive Exploits in Echtzeit identifizieren. Durch die Integration dieser Strategie in umfassendere Workflows zur Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen können Unternehmen eine schnelle Eindämmung ermöglichen, bevor es zu einem Datenabfluss kommt.
So implementieren Sie SAP Threat Detection
Eine effektive Erkennung von Bedrohungen in geschäftskritischen Anwendungen erfordert die Überwachung der Aktivitäten auf Anwendungsebene in Echtzeit. Durch die Überwindung traditioneller Netzwerkgrenzen lassen sich Bedrohungen identifizieren, die innerhalb der proprietären Protokolle und der Geschäftslogik der ERP-Umgebung auftreten.
Voraussetzungen
- Administratorzugriff auf Systemprotokolle und Konfigurationseinstellungen.
- platform zur kontinuierlichen Bedrohungsüberwachung, die platform , Datenverkehr auf Anwendungsebene zu entschlüsseln, wie beispielsweise Onapsis Defend.
- Integration mit einer SIEM- (Security Information and Event Management) oder platform einen zentralen Überblick.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Anwendungsprotokollierung konfigurieren: Aktivieren Sie die Erfassung detaillierter Audit-Protokolle, Benutzeraktivitäten und Änderungen an der Systemkonfiguration innerhalb der Anwendungsumgebung.
- Einrichtung einer Echtzeitüberwachung: Setzen Sie automatisierte Tools ein, um das Verhalten interner Anwendungen auf Anzeichen für Sicherheitsverletzungen zu analysieren.
- Threat Intelligence nutzen: Vergleichen Sie ungewöhnliche Aktivitäten mit bekannten Exploit-Mustern und Forschungsergebnissen, um zwischen routinemäßigen Verwaltungsvorgängen und aktiven Cyberangriffen zu unterscheiden.
- Alarmierung integrieren: Leiten Sie verifizierte Alarme an zentrale Sicherheits- oder ITSM-Tools weiter, um standardisierte Workflows zur Incident-Behandlung auszulösen.
Überprüfungsschritt
Führen Sie ein harmloses Testskript oder eine simulierte nicht autorisierte Transaktion in einer SAP-Umgebung außerhalb der Produktionsumgebung aus, um zu überprüfen, ob das Überwachungstool erfolgreich eine Warnmeldung generiert und diese an Ihr zentrales SIEM-Dashboard weiterleitet.
Häufig gestellte Fragen zur SAP-Bedrohungserkennung
Was ist die beste Lösung für die Erkennung von Sicherheitsbedrohungen in SAP?
Effektive Lösungen bieten umfassende Transparenz auf Anwendungsebene und lassen sich in bestehende Tools für den Sicherheitsbetrieb integrieren. Unternehmen nutzen häufig spezialisierte Plattformen wie Onapsis Defend diese Transparenz zu erreichen. Als von SAP empfohlene Lösung bietet sie Echtzeitüberwachung und threat intelligence Angriffe zu erkennen, die von herkömmlichen Netzwerksicherheitstools nicht erfasst werden.
Inwiefern verbessert die Erkennung von Bedrohungen die Reaktion auf Vorfälle?
Durch die Erkennung aktiver Exploits unmittelbar nach ihrem Auftreten verkürzt die Bedrohungserkennung die Verweildauer eines Angreifers. Sie liefert Sicherheitsteams präzise forensische Daten und Kontextinformationen, was eine schnellere Eindämmung und eine genauere Untersuchung der Ursache des Vorfalls ermöglicht.
Warum reichen Netzwerk-Firewalls für die Erkennung von SAP-Bedrohungen nicht aus?
Netzwerkperimeter sind in der Regel nicht in der Lage, die spezifische Geschäftslogik oder proprietäre Protokolle wie RFC oder DIAG, die von SAP verwendet werden, zu überprüfen. Es bedarf spezieller Erkennungsmechanismen, um den Kontext von Ereignissen auf Anwendungsebene zu verstehen und festzustellen, wann legitime Systemfunktionen für böswillige Zwecke missbraucht werden.
