Sichern Sie Ihre SAP-Unternehmenssysteme durch ein effektives Schwachstellenmanagement

Onapsis-Schwachstellenmanagement: Fehlende Patches

Software-Sicherheitslücken in SAP-Umgebungen verstehen

Eine Software-Sicherheitslücke ist eine systemische Schwachstelle, Fehlkonfiguration oder ein Fehler, den böswillige Angreifer ausnutzen, um sich unbefugten Zugriff auf das SAP-Netzwerk eines Unternehmens zu verschaffen. Daher ist ein robustes Schwachstellenmanagement erforderlich, um diese Risiken zu erkennen und zu beheben.

Zwar gibt es viele Arten von Sicherheitslücken, doch zu den häufigsten, die SAP, Oracle und andere Unternehmensanwendungen betreffen, gehören:

  • Fehlende Patches: Anbieter veröffentlichen regelmäßig Patches, um bekannte Sicherheitslücken in ihrer Software zu beheben. Wird ein Patch nicht installiert, bleibt die Anwendung anfällig und kann von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden.
  • Fehlerhafte Konfigurationen: Fehlerhafte Konfigurationen beziehen sich auf unsichere Einstellungen innerhalb eines Systems oder einer Anwendung. Zu den häufigsten Problemen in diesem Bereich zählen fehlende Verschlüsselung und Administratorkonten, die lediglich durch Standardpasswörter geschützt sind.
  • Berechtigungsprobleme: Berechtigungen regeln die Aktionen der Benutzer und den Datenzugriff innerhalb eines Systems. Zu den häufigsten Schwachstellen zählen Benutzer mit übermäßigen Berechtigungen und Profile, denen unbeabsichtigt weitreichende Zugriffsrechte zugewiesen wurden. Unternehmen wenden das Prinzip der geringsten Berechtigungen an, um solche Berechtigungsprobleme zu vermeiden.

Was ist Schwachstellenmanagement?

Das Schwachstellenmanagement ist der kontinuierliche, automatisierte Prozess der Identifizierung, Klassifizierung, Priorisierung, Behebung und Minderung von Software-Schwachstellen in einer Unternehmensumgebung.

Da nicht alle Schwachstellen gleich sind und ständig neue Bedrohungen entdeckt werden, ist der Einsatz einer speziellen Lösung zu deren Erfassung ein wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Sicherheitsstrategie. Jedes Unternehmen profitiert von einer Lösung zum Schwachstellenmanagement, unabhängig von Branche oder Größe. Ein effektives Schwachstellenmanagement-Programm überprüft regelmäßig auf Schwachstellen, liefert Informationen zu deren Schweregrad und den Auswirkungen auf das Geschäft und unterstützt Abhilfemaßnahmen durch die Abstimmung zwischen Sicherheits-, IT- und DevSecOps-Teams.

Kritikalität und CVSS im Kontext des Schwachstellenmanagements verstehen

Der Industriestandard für die Einstufung der Schwere von Sicherheitslücken ist das Common Vulnerability Scoring System (CVSS), das vom Forum of Incident Response and Security Teams (FIRST) gepflegt wird. Dieses System vergibt eine Punktzahl von 0,0 (keine Auswirkungen) bis 10,0 (höchste Schwere).

Die Fähigkeit zur Priorisierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Schwachstellenmanagements. Es reicht nicht aus, Schwachstellen aufzudecken und eine lange Liste von Problemen zu erstellen. Der Kontext sowie Einblicke in den Schweregrad und die potenziellen geschäftlichen Auswirkungen jedes einzelnen Problems sind entscheidend für die Festlegung von Behebungsstrategien. Unternehmen müssen entscheiden, ob eine Schwachstelle eine sofortige Behebung erfordert, ob sie zurückgestellt werden kann oder ob das Risiko gering genug ist, um akzeptiert zu werden.

Warum ist das Schwachstellenmanagement für SAP wichtig?

Ein effektives Schwachstellenmanagement ist für den Schutz von SAP-Anwendungen von entscheidender Bedeutung, da Angreifer durch erfolgreiche Exploits Standard-Netzwerkkontrollen umgehen, Administratorrechte an sich reißen und zentrale Abläufe in der Lieferkette stören können.

Im Zentrum jedes Unternehmens stehen kritische Anwendungen, die für Kernfunktionen wie Finanzen, Fertigung, Personalwesen, Vertrieb und Lieferkettenmanagement erforderlich sind. Unabhängig davon, ob sie vor Ort, in der cloud oder in einer Hybridumgebung betrieben werden – ein Angriff auf eine dieser Anwendungen kann verheerende Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen haben.

Die Schwachstelle des mehrschichtigen Sicherheitsansatzes

Zum Schutz von SAP- und Oracle-Anwendungen setzen Unternehmen in der Regel ein mehrschichtiges Sicherheitsmodell ein, das auf verschiedenen Technologieebenen aufbaut. Leider wird der letzten Sicherheitsebene – der kritischen Anwendung selbst – oft zu wenig Beachtung geschenkt. Diese Systeme werden häufig von IT-Fachkräften verwaltet, deren Schwerpunkt eher auf der Entwicklung und der Aufrechterhaltung des Betriebs als auf der Cybersicherheit liegt.

Die Gefahr der Übernahme von Administratorrechten

Ein Angriff auf eine Unternehmensanwendung könnte dazu führen, dass die Rechte und Berechtigungen eines Administrators missbraucht werden. Wird eine Administratorrolle missbraucht, könnte der Angreifer alle Anwendungskontrollen, Geschäftsdaten und systemischen Prozesse umgehen.

Die Kosten der Ausbeutung

Die erfolgreiche Ausnutzung eines anfälligen Systems ermöglicht es einem Angreifer, eine Vielzahl böswilliger Aktivitäten durchzuführen. Angreifer können diese Schwachstellen nutzen, um Fertigungsprozesse zu beeinträchtigen, Zahlungen umzuleiten oder hochsensible Daten zu kompromittieren, die strengen Compliance-Vorschriften unterliegen.

Wichtige Faktoren für das anwendungsspezifische Schwachstellenmanagement

Unternehmen benötigen ein anwendungsspezifisches Schwachstellenmanagement, um den durch KI beschleunigten Ausnutzungszyklen entgegenzuwirken, komplexe cloud sicher zu gestalten und kritische ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) vor gezielten Angriffen durch Cyberkriminelle zu schützen.

Herkömmliche Tools für das Schwachstellenmanagement konzentrieren sich auf Netzwerksicherheitssysteme und Perimeter-Abwehrmaßnahmen, verfügen jedoch häufig nicht über die erforderlichen Daten, um komplexe Anwendungsebenen zu scannen. Aus mehreren wichtigen Gründen müssen Unternehmen daher für geschäftskritische Systeme spezielle Schwachstellenmanagement-Lösungen einsetzen:

Geschäftskritische Anwendungen enthalten die wertvollsten Unternehmensdaten, darunter Patente, Finanzunterlagen und Mitarbeiterdaten. Angreifer nutzen Sicherheitslücken in Rekordgeschwindigkeit aus. Im Jahr 2025 wurden 90 bestätigte Zero-Day-Angriffe verzeichnet, was einem Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Fast die Hälfte aller dieser Zero-Day-Angriffe richtete sich gezielt gegen die Unternehmensinfrastruktur.

Die Migration von Anwendungen wie SAP und Oracle in öffentliche cloud Hybrid-Infrastrukturen erhöht das Unternehmensrisiko. Mehr als 31 % cloud sind auf Fehlkonfigurationen und menschliche Fehler zurückzuführen. Laut Gartner waren bis zum Jahr 2025 99 % der cloud auf das Verschulden der Kunden zurückzuführen. Eine Standardeinstellung, die weitreichende Zugriffsrechte gewährt, oder die Wiederverwendung von Standard-Anmeldedaten können von Angreifern leicht ausgenutzt werden, um sich Zugang zu einer Unternehmensanwendung zu verschaffen.

Sicherheitslücken in geschäftskritischen Anwendungen werden von Angreifern in immer schnellerem Tempo ausgenutzt. Angreifer machen sich Sicherheitslücken routinemäßig innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Bekanntgabe zunutze. Umgekehrt zeigen Untersuchungen, dass Unternehmen durchschnittlich unglaubliche 205 Tage benötigen, um kritische Cybersicherheitslücken zu beheben. Den Unternehmen fehlen die automatisierten Tools, die erforderlich sind, um dieses massive Sicherheitsrisiko zu beseitigen.

Da die Folgen von Sicherheitsverletzungen auf Anwendungsebene schwerwiegend sind, werden Infrastruktur und Sicherheit bei den weltweiten IT-Ausgaben stark priorisiert. Gartner prognostiziert, dass die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2026 6,31 Billionen US-Dollar erreichen werden – ein Anstieg um 13,5 %, der in erster Linie auf die Notwendigkeit zurückzuführen ist, moderne Infrastrukturen zu sichern und zu skalieren.

Schutz von SAP-Anwendungen in Unternehmen

Onapsis Assess bietet ein gezieltes Schwachstellenmanagement für kritische SAP-Umgebungen durch automatisierte Bewertungen, Priorisierungsmatrizen und schrittweise Anleitungen zur Behebung von Schwachstellen.

Da Unternehmensanwendungen das Herzstück jedes Unternehmens bilden, hat die Ausnutzung einer Sicherheitslücke katastrophale Folgen. Trotz des erhöhten Risikos fallen SAP-Anwendungen häufig nicht in den Anwendungsbereich herkömmlicher Tools für das Schwachstellenmanagement und der Netzwerksicherheitsteams. Der Einsatz von Onapsis Assess das gezielte und umfassende Schwachstellenmanagement, das zur Absicherung dieser komplexen Umgebungen erforderlich ist.

Kernfunktionen von Onapsis Assess

Die platform durch verschiedene zentrale Mechanismen einen umfassenden Einblick in die gesamte SAP-Landschaft:

  • Automatisierte Überprüfungen: Führt fortlaufende Scans der gesamten SAP-Architektur durch, um fehlende Patches, Fehlkonfigurationen und Berechtigungslücken zu identifizieren.
  • Risikopriorisierung: Stellt Informationssicherheitsteams automatisierte Priorisierungsfunktionen zur Verfügung, die auf den tatsächlichen geschäftlichen Auswirkungen basieren und eine einfache und unkomplizierte Risikobehebung ermöglichen.
  • Praktische Abhilfemaßnahmen: Bietet detaillierte Lösungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Beschleunigung der Patching- und Abhilfeprozesse.

Basierend auf Threat Intelligence

Onapsis Assess eine Kernkomponente der Platform, einer umfassenden Suite von Sicherheitstools, die speziell für den Schutz von SAP-Anwendungen entwickelt wurde. Die platform kontinuierlich durch die threat intelligence Forschungsergebnisse der Onapsis Research Labs aktualisiert – einem spezialisierten Team, das für die Aufdeckung und Behebung von mehr als 1.000 Zero-Day-Schwachstellen in Unternehmensanwendungen verantwortlich ist.

Onapsis Schwachstellenmanagement – der bessere Weg
Onapsis ist bereit für das Schwachstellenmanagement


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Häufig gestellte Fragen

Was ist das SAP-Schwachstellenmanagement?

Das SAP-Schwachstellenmanagement ist ein kontinuierlicher Prozess zur Identifizierung, Priorisierung und Behebung von Sicherheitslücken speziell in SAP-Anwendungen und der SAP-Infrastruktur. Während sich die herkömmliche IT-Sicherheit auf Netzwerkperimeter konzentriert, zielt das SAP-Schwachstellenmanagement auf Risiken auf Anwendungsebene ab, wie beispielsweise fehlende SAP-Sicherheitshinweise, Fehlkonfigurationen und Berechtigungslücken, um unbefugten Zugriff auf kritische Geschäftsdaten zu verhindern.

Warum können herkömmliche Schwachstellenscanner SAP-Anwendungen nicht schützen?

Herkömmliche Schwachstellenscanner konzentrieren sich in erster Linie auf das Betriebssystem und die Netzwerkschichten und verfügen nicht über die spezifischen Telemetriedaten, die zur Analyse komplexer SAP-Anwendungskonfigurationen und proprietärer Protokolle erforderlich sind. Folglich setzen Unternehmen, die sich ausschließlich auf generische IT-Sicherheitstools verlassen, geschäftskritische SAP-Umgebungen der Gefahr durch anwendungsspezifische Exploits, Privilegieneskalation und ungepatchte Hersteller-Schwachstellen aus.

Was sind die häufigsten SAP-Sicherheitslücken?

Zu den häufigsten Schwachstellen in SAP-Systemen zählen fehlende Hersteller-Patches, unsichere Systemkonfigurationen und zu weitreichende Benutzerberechtigungen. Werden SAP-Sicherheitshinweise nicht umgesetzt, bleiben bekannte Sicherheitslücken offen, während Fehlkonfigurationen und weitreichende Zugriffsrechte es Angreifern ermöglichen, Standardkontrollen zu umgehen und Administratorrechte zu erlangen.

Inwiefern gilt CVSS für die SAP-Sicherheit?

Das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) bietet einen standardisierten Rahmen für die Einstufung des Schweregrads von SAP-Sicherheitslücken auf einer Skala von 0,0 bis 10,0. Teams für Informationssicherheit nutzen diese Bewertungen, um Maßnahmen zur Behebung von Sicherheitslücken zu priorisieren und sicherzustellen, dass kritische Sicherheitslücken mit hohem Potenzial für Betriebsstörungen vor Problemen mit geringerem Risiko behoben werden.

Wie schnell werden SAP-Sicherheitslücken von Angreifern ausgenutzt?

Angreifer suchen regelmäßig nach neuen SAP-Sicherheitslücken und nutzen diese innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Veröffentlichung aus. Da die durchschnittliche Zeit bis zur Behebung kritischer Cybersicherheitslücken bis zu 205 Tage beträgt, müssen Unternehmen automatisierte Überprüfungstools einsetzen, um die Patch-Zyklen zu beschleunigen und das Sicherheitslückenfenster zu schließen, bevor Angreifer in das System eindringen können.